Homo Sapiens
Der Mensch ist was er ist. Wir haben im folgenden Zahlen und Fakten zusammengetragen, die uns Menschen nicht unbedingt positiv beschreiben. Klar wird, was die Welt regiert: Geld, Macht, Profit.
Wir wollen dazu anregen, sich das große Ganze sehr genau zu betrachten und der Welt mit Herz und Verstand zu begegnen.
“Die Intelligenz- das sind wir nicht! Wir sind Sommergäste in unserem Land…irgendwelche Zugereiste.
Mit Energie betreiben wir nur die Suche nach einem bequemen Plätzchen im Leben.
Wir tun nichts, wir reden entsetzlich viel.” (Maxim Gorki)

Mehr als 854 Millionen Menschen hungern weltweit.
Etwa 24.000 Menschen sterben täglich an den Folgen.
1,2 Milliarden Menschen mangelt es an Wasser. Das macht 20 Prozent der Weltbevölkerung aus.
2,4 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sanitären Einrichtungen.
127 Liter Wasser am Tag werden durchschnittlich in Deutschland pro Kopf verbraucht.
Nur 2 bis 3 Liter werden tatsächlich getrunken.
0,75 l des Mineralwassers “Rokko No“ kosten 62 € im Hotel Adlon in Berlin.
1 Martini, 11.500 € im Ritz-Carlton, Japan.
1 Flasche 1787er Château d`Yquem Santernes, 46.228,52 €.
1 Kg Beluga-Kaviar 7.071,42 €, Iran.
500 Flaschen Champagner flossen in einer Silvesternacht 2009 im Kempinski Grand Hotel in St. Moritz zu Preisen von 1020 €. Der teuerste Wein wurde für 4080 € ausgeschenkt. Zudem wurden 1500 Austern geschlürft, 3,5 Kilo Kaviar gelöffelt und 45 Kilo Wagyn-Filet verspeist.
99 Einzelpersonen in Deutschland verfügen momentan über ein Vermögen von mindestens einer Milliarde Euro.
Zwischen 40 bis 70 Milliarden US-$ pro Jahr wären nötig, um die Wasserversorgung zu verbessern, die Kinder- und Müttersterblichkeit zu reduzieren, allen Kindern einen Schulbesuch zu ermöglichen, und die Ausbreitung von Aids zu stoppen.
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1,3 Billionen US-Dollar, so die Zahl der globalen Militärausgaben im Jahr 2007, Tendenz steigend.
Allein Deutschland exportierte 2007 Rüstungsgüter im Wert von 8,7 Milliarden Euro und liegt aktuell auf Platz drei der größten Waffenlieferanten der Welt, hinter den USA und Russland.
Von den größten Waffenimporteuren wie China, Indien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Südkorea und Griechenland bis hin zu Ländern wie Ägypten, Pakistan, Türkei und Südafrika floriert der Waffenhandel weltweit.
1,6 Millionen Kinder sind seit 1990 bei kriegerischen Auseinandersetzungen getötet worden,
über 20 Millionen verloren ihre Heimat.
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Zwischen 1945 und 1998 wurden weltweit 2.051 Atombomben „zu Testzwecken“ gezündet.
Fast 300 Versuche fanden im Pazifik statt, initiiert von den USA, Großbritannien und Frankreich.
In den 60er Jahren stellte Frankreich seine Tests in Algerien ein und hielt daraufhin die meisten der insgesamt 210 Atombombentests in seinen Überseegebieten ab.
Francois Mitterand stoppte Anfang der 90er Jahre die Tests in der Südsee. Sein Nachfolger Jacques Chirac ordnete drei Jahre später, als eine seiner ersten Amtshandlungen, weitere Tests an. Die neuen Atomversuche im Pazifik führten zu einem Aufschrei in aller Welt; im Januar 1996 war dann endgültig Schluss. Seitdem testet Frankreich seine Atomwaffen am Computer.
Die meisten Opfer dieser, wie anderer Testgebiete, kämpfen bis heute mit den Folgen und bemühen sich um die Anerkennung und Kompensation ihrer Gesundheitsschäden.
Der Irrsinn atomarer Waffen anhand eines einzigen Beispiels auf dem Bikini-Atoll:
70 Atom- und Wasserstoffbombentests zwischen 1946 und 1958 durch die USA.
Durch die Detonation der Bombe “Bravo“ 1954 wurden die Insulaner des zweihundert Kilometer entfernten Rongelap-Atolls radioaktiv verseucht und binnen Stunden einer Strahlendosis von 20.000 Rem ausgesetzt. In einem deutschen Atomkraftwerk liegt der höchste zulässige Belastungswert bei 1,5 Rem pro Jahr.
Die damals 241 Bewohner wurden nicht informiert; einige dachten, der Weltkrieg habe wieder angefangen, während Kinder ahnungslos in dem weißen „Schnee“ spielten, der vom Himmel fiel.
Erst zwei Tage später wurden die Inselbewohner evakuiert und auf einen Militärstützpunkt gebracht.
Nur drei Jahre später befand die US-Atomenergiekommission die Insel wieder als sicher.
Für die Zurückgekehrten begann ein Alptraum: verseuchte Nahrungsmittel, Totgeburten, Missbildungen, verschiedenste Krebserkrankungen. Kinder, die ohne Knochen und mit durchsichtiger Haut zur Welt kamen, ohne Beine, ohne Arme, ohne Kopf, prägten den Begriff: “Quallenbabies“.
Keine US-Regierung kam der Bitte der Insulaner nach, ihre verseuchte Heimat verlassen zu dürfen.
Erst 1985 half ihnen Greenpeace beim Umsiedeln. Die Bevölkerung floh mit Hilfe des Schiffes „Rainbow Warrior“ erneut in eine andere Heimat namens Majeto.
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13 Millionen Hektar Wald werden jährlich durch Abholzung, Brände oder eine veränderte Flächennutzung vernichtet – eine Fläche von der Größe Bayerns, Baden-Württembergs und Hessens zusammen. Das sind weltweit etwa 38 Fußballfelder pro Minute.
Besonders problematisch ist die Situation in den Regenwäldern Indonesiens, dort verschwinden jeden Tag Waldflächen in der Größenordnung von 4600 Fußballfeldern.
Auch der Amazonas ist in Gefahr: Seit 1970 wurden über 15% des Urwaldes zerstört, ein großer Teil davon wird illegal von der Holzmafia Brasiliens geschlagen.
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Der Mensch setzt seine eigene Lebensgrundlage immer stärker aufs Spiel.
Mit der Verbreitung des Menschen auf der ganzen Welt ist ein signifikanter Rückgang der Artenzahlen festzustellen.
3 bis 130 Arten sterben täglich aus.
Der ermittelte Grenzwert für das verkraftbare Aussterben von Arten ist bereits um 1000% überschritten.
Beispiel Überfischung:
Um 90% ist der Bestand der großen Speise- und Raubfische zurückgegangen. Davon um 80% innerhalb der letzten 15 Jahre. Nur noch 3% der weltweiten Bestände gelten als wenig befischt.
Der Beifang, durchschnittlich etwa ein Drittel des Fanges, wird zu 90% tot zurück ins Meer geschüttet.
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Von 1961 bis 2000 ist die globale Fleischproduktion um mehr als 350% und die Milchproduktion um knapp 175% gestiegen, während sich die Weide- und Futterbauflächen nur um ca. 30% bzw. 100% ausgedehnt haben.
Um Verletzungen durch Artgenossen bei engen Haltungsbedingungen zu verhindern, werden Schwänze, Zähne und/oder Hörner von Schweinen und Rindern sowie Schnäbel von Geflügel kupiert. Häufig werden Jungtiere bereits wenige Stunden nach der Geburt von der Mutter getrennt und durch Maschinen ernährt.
„In Zukunft könnten gentechnische Methoden dazu verwendet werden, das Schmerzempfinden und andere negative Emotionen von Nutztieren zu eliminieren oder zumindest signifikant zu reduzieren.“ (A. Shriver, 2009)
In der Ethik diskutiert man die Frage, inwiefern man bei nichtmenschlichen Tieren von einem Wohlbefinden im anthromorphen Sinn überhaupt sprechen kann und tendiert dazu, das zu bejahen. Es ist jedoch wissenschaftlich ungeklärt, inwieweit menschliche Geisteszustände, wie Langeweile, Furcht, Mutterliebe, Unfreiheit oder Schmerz, die insbesondere unter den intensiven Haltungsbedingungen relevant sein könnten, bei Nutztieren faktisch sind.
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58 Staaten und Territorien haben zur Zeit eine Todesstrafe im Gesetz und ließen Verurteilte in den letzten zehn Jahren hinrichten.
2008 wurden mindestens 2.390 Hinrichtungen in 25 Ländern registriert, 8.864 Todesurteile in 52 Ländern.
Die Dunkelziffer liegt höher.
Weltweit 19.000 bis 24.000 Menschen warten auf ihre Hinrichtung. Die Tötungsarten reichen vom elektrischen Stuhl über den Strang bis zur Steinigung.
97% der bekannt gewordenen Exekutionen im Jahr 2008 entfielen auf folgende Staaten:
Volksrepublik China: mindestens 1.780 (~ 75%)
Iran: mindestens 346 (~ 15%)
Saudi Arabien: mindestens 102 (~ 4.2%)
USA: 37 (~ 1.5%)
Pakistan: mindestens 36 (~ 1.5%)
In mehr als 150 Staaten der Welt sind Menschen Folter sowie grausamster und unmenschlicher Behandlung ausgesetzt.
Ebenso ergeht es tausenden politischen Dissidenten in Gefängnissen weltweit.
Seit 1984 ist mit dem „Übereinkommen gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung“ der Vereinten Nationen das Folterverbot für die Vertragsstaaten bindend und die Überwachung des Verbots von unabhängigen Stellen vorgesehen. Das Folterverbot gilt absolut und darf nicht gegen andere Rechtsgüter abgewogen werden.
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Auf der Ebene der Vereinten Nationen ist die Meinungsfreiheit in Art. 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte gewährleistet:
Jeder Mensch hat das Recht auf freie Meinungsäußerung; dieses Recht umfasst die Freiheit, Meinungen unangefochten anzuhängen und Informationen und Ideen mit allen Verständigungsmitteln ohne Rücksicht auf Grenzen zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.
Der Iran ist das Land mit den meisten Inhaftierungen seit der umstrittenen Präsidentschaftswahl im Juni 2009.
Die Liste der gefährlichsten Länder für Journalisten führt Asien an, gefolgt von Lateinamerika, Afrika, Irak, Pakistan, Russland, Honduras.
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Im Frühjahr 2008 unterzeichneten Vertreter aus 78 Ländern eine gemeinsame Erklärung gegen Organhandel und Transplantations-Tourismus.
Mit bezahlten Organspenden in Verbindung gebracht werden Länder wie China, Indien, Brasilien, Türkei, Südafrika, Iran, Irak, sowie Länder in Osteuropa. Empfänger sind häufig wohlhabende Europäer, Amerikaner, Israelis und Saudi-Araber.
Eine makabere Quelle für Organhandel gibt es in China. Die dortige Zeitung „China Daily“ berichtet, dass 65% der Organe aus dem Todestrakt stammen. Zitiert wird der stellvertretende Gesundheitsminister Huang Jiefu mit den Worten, die Häftlinge müsssten einer Organspende schriftlich zustimmen.
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Rund 5 Milliarden US-Dollar werden mit Kinderprostitution und Kinderpornografie jährlich weltweit umgesetzt.
120.000 Kinder werden allein in Deutschland hierfür pro Jahr missbraucht.
Zwischen 30.000 und 50.000 ständige Konsumenten zählt Deutschland mittlerweile.
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In 28 afrikanischen Staaten werden bis zu 90% aller Frauen und Mädchen Opfer von Genitalverstümmelungen.
Auch Asien und Europa sind betroffen.
Laut Schätzungen werden weltweit 155 Millionen Frauen Opfer von Beschneidung.
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Mehr als 850 Millionen PKWs oder Nutzfahrzeuge fahren weltweit.
700.000 PKWs fuhren 1993 in China, 2005 waren es schon 7 Millionen.
Die weltweit größten Ölfelder, zwischen 30 und 100 Jahre alt, beginnen auszutrocknen. Die Diskrepanz zwischen steigender Energienachfrage und rückläufiger Produktion wird immer größer. Ein nachhaltiger Ölpreisanstieg ist vorprogrammiert. In den letzten 20 Jahren wurde kein neues großes Ölfeld entdeckt.
Längst haben nicht mehr nur die großen Ölkonzerne den Markt in der Hand, nahezu die Hälfte des weltweit gehandelten Öls wird mittlerweile von Spekulanten kontrolliert. Ihre Gewinnchancen steigen um ein Vielfaches, da sie mit geliehenem Geld arbeiten.
Ölverschmutzungen durch Tankerunglücke machen 5% der Ölmenge aus, jedoch sind die Folgen langfristig, und machen sich beispielsweise in gestörten Nahrungsnetzwerken bemerkbar.
Mehr als 100 Millionen Tonnen Rohöl werden jeden Monat verschifft.
Ca. 3 Millionen Tonnen Öl gelangen jährlich in die Meere.
Eine beträchtliche Menge Öl gelangt in den Wasserzyklus durch undichte Pipelines, ausgewaschene Tanks auf hoher See, durch Einleiten des Maschinenaltöls in Boden oder Abflüsse.
Ein Beispiel:
Etwa 40.000 Tausend Tonnen Rohöl ergossen sich 1989 beim Auflaufen des Tankers Exxon Valdez auf ein Riff in den Prinz-William-Sund. Eine Viertel Million Seevögel starben qualvoll, 2000 Kilometer Küste wurden verseucht, der Fischfang brach zusammen. Geschätzte 80.000 Liter Öl sollen in Form von Öl- und Teerklumpen immer noch die Küste Alaskas verschmutzen.
Öl baut sich unter kühlen arktischen Bedingungen nur langsam ab, Umweltprobleme werden langfristig anhalten.
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30 Milliarden € wurden 2009 in allen Teilen Deutschlands verschwendet, das ist neuer Rekord.
3 Millionen verprasste z.B. Schleswig Holstein, weil in einem neuen Gesetzestext der großen Koalition das Datum vergessen wurde und deshalb die Kitabeiträge im Januar verloren gingen.
230.000 € EU-Fördergeld in Sachsen-Anhalt für ein ländliches Kunstprojekt, bei dem mitunter für Nutztiere musiziert und eine Nutztiermodenschau veranstaltet wurde.
100.000 € Kosten für die Bereitstellung von Kaffeemaschinen für EU-Kommisare und deren Mitarbeiter. In dem gebrühten Kaffee waren allerdings zu hohe Schadstoffbelastungen vorzufinden, weshalb die Maschinen nie in Betrieb genommen wurden.
2 Millionen €, so das Auftragsvolumen für eine Medienagentur zur Organisation eines dreitägigen Festes am Brandenburger Tor, anlässlich des 60. Geburtstags des Grundgesetzes. Leider konnte sich die Bundesregierung nicht einigen, welche Regierungsmitglieder als Redner auftreten sollten.
Die Agentur trat von dem Auftrag zurück, nachdem schon 1 Million € an sie geflossen waren.
Für weitere 4 Millionen € fand schließlich doch noch ein Fest statt, kurzerhand organisiert vom Bundespresseamt.
Die Veranstaltung dauerte einen Tag.
Die Liste ließe sich noch problemlos erweitern.
Gelänge es, die Steuerverschwendung in Deutschland zumindest zu halbieren, stünde sofort Freiraum in den Haushalten zur Verfügung, der jetzt von Politikern bestritten wird. Steuersenkungen ließen sich damit ebenso finanzieren wie sinnvolle Projekte.
Dies ist allerdings sehr unwahrscheinlich: Der Bund der Steuerzahler berichtet fast jedes Jahr über neue Rekorde.